Es gibt gute Filme und es gibt schlechte Filme. Und dann gibt es da noch eben diese Filme, mit denen man nichts so recht anzufangen weiß. Shallow Ground ist einer dieser Filme: Zu Beginn stark startend, verfällt die Story frühzeitig in ein Wirrwarr verschiedener Storyelemente, die separiert voneinander jeweils genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätten.
Die Grundstory versteht zunächst Spannung zu erzeugen: Ein mit Blut überstömter junger Mann (Rocky Marquette) erscheint in einer abgelegenen Station des Sheriffs (Timothy V. Murphy). Und das ein Jahr nach einem brutalen Mord, der bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Schnell wird klar, dass der junge Mann aus den Wäldern nicht der einzige Mensch ist, dem unsagbares Leid widerfahren ist. Sheriff Sheppard muss nun herausfinden, inwieweit der Junge mit dem Mord von vor einem jahr in Verbindung steht. Als sich herausstellt, dass das Blut am Körper des Jungen von mindestens verschiedenen Menschen stammt, wird allen Beteiligten klar, dass ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Der Killer schint noch immer in den Wäldern von Shadow Valley umherzuirren.
Bedauernswert, dass der Film im späteren Verlauf auf narrativer Ebene nur noch bedingt Punkten kann. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, werden zu viele Ansätze vermischt. Somit findet der Film keine klare Linie und der Zuschauer sieht sich mit einem Verwirrspiel konfrontiert. In den meisten Momenten hat Shallow Ground mit einer starken Vorhersehbarkeit zu kämpfen. Und so ist der Zuschauer in der Lage, die Reihenfolge der zu Tode kommenden Personen weit vorher zu erahnen. Vorhersehbarkeit, eine Krankheit, die sich fest in das Fleisch der momentanen Narrationsmechanismen eingenistet hat.
Das größte Problem ist, dass Shallow Ground mit allen Mitteln versucht, sich den Anstrich eines durchdachten Mystery-Thrillers zu geben. Das Ende steht dann aber dem bis dahin aufgebauten Konstrukt entgegen. Der Zuschauer bleibt ratlos zurück, weil das Ende so viele Fehler in sich vereint, dass keine logische Schlussfolgerung möglich ist. Die schauspielerische Leistung trägt ebenfalls dazu bei, dass Horror, Slapstick und Elemente der Komödie unfreiwillig komisch vermischt werden.
Was bleibt, ist ein Horrorfilm, der nur sehr punktuelle Akzente setzen kann, in der Gesamtheit jedoch weit hinter dem zurück bleibt, was möglich gewesen wäre. Als Kauf-DVD völlig ungeeignet, empfiehlt sich lediglich eine Leihversion aus der Videothek.
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