I Spit On Your Grave (2010)

Marco 29. Juni 2011 2

I Spit On Your Grave (2010) - Cover

Original:














Weitere Informationen:

Jennifer Hills (Sarah Butler) mietet ein Ferienhaus an, um sich zurückzuziehen. In der Einsamkeit hofft sie, neue Inspirationen für ihre Bücher zu finden. Als Jennifer den aufdringlichen Johnny (Jeff Branson) zurückweist, entsteht ein Konflikt auf Leben und Tod.

I Spit On Your Grave greift den Grundbau einer Geschichte auf, die häufiger als Unterbau für Horrorfilme dient: Eine Großstadt-Schönheit kommt (in einer Gruppe oder alleine) in ein abgelegenes Örtchen und löst dort durch ihre pure Anwesenheit Konflikte aus. Meistens ist es dann so, dass der ganze Ort unter einer Decke steckt und selbst der Sheriff nicht eingreift, sondern aktiv an den Erniedrigungen partizipiert.

I Spit On Your Grave (2010) - Still Image 01

Und so kommt es, dass I Spit On Your Grave bereits frühzeitig zu einem vorhersehbaren Horrorfilm mutiert, der sich stellenweise großzügig bei Vorreitern des Genres bedient. Einige Parallelen in zu Chaos oder The Last House On The Left sind unübersehbar. Die Vorhersehbarkeit macht sich daran bemerkbar, dass man fast minutiös voraussehen kann, wer als nächstes sterben wird. Ein Spannungsaufbau ist damit so gut wie nicht vorhanden.

Überhaupt muss man sich die Frage stellen, wieso noch immer derartige Filme produziert werden. Denn viele sind – und da mach I Spit On Your Grave keine Ausnahme -  untereinander austauschbar. Visuell und inhaltlich.

Das Hauptproblem, mit dem I Spit On Your Grave zu kämpfen hat, ist das fehlende Mitgefühl. Die Hauptfigur ist dem Betrachter ziemlich egal, weil man kaum Hintergrundwissen erhält. Jennifer Hills ist ein Charakter, der keine Konturen erhäl und damit für den Betrachter weitgehend uninteressant bleibt. Dabei stellt der Film als Medium mehr als genug Möglichekiten dar, die Charakterentwicklung einzustreuen (Bilder, Telefonanrufe, eingeblendete E-Mails, kurze Flashbacks, etc.).

Positiv ist zu bewerten, dass I Spit On Your Grave auf zu harte Szenen verzichtet. Das ist auch gut so, weil der wahre Horror im Kopf entsteht und durch visuelle Reize oft ausgebremst wird. Wer auf einen Torture-Porn hofft, ist hier definitiv and er falschen Adresse.

Wer den Film sehen möchte, sollte besser zum Original von 1978 greifen. Dieses ist inhaltlich zwar kongruent, macht aber unter dem Retro-Deckmantel einfach mehr Spaß.

Trailer

  • Andyman

    “Wer auf einen Torture-Porn hofft, ist hier definitiv and er falschen
    Adresse.”

    Danke, alles andere is mir Ladde…oder auch nicht :D

    Virtual Five ;D

    • http://www.insidemovie.de Marco

      Es gibt noch eine Unrated-Edition. Die ist wesentlich härter, kommt aber nicht an die Grandend es Genres heran.

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