Test: Unitymedia HD Recorder

Marco 31. Dezember 2011 2

gesponserter Artikel

unitymedia wirbt seit einigen Wochen für den hauseigenen HD Recorder. Für rund 6 Euro im Monat soll der Kunde mit einem hochklassigen HD-Erlebnis verwöhnt werden. Welche Features der HD Recorder bietet und ob er für den täglichen Gebrauch taugt, erfahrt ihr in unserem Test.

Auf der offiziellen Homepage wird mit den Worten geworben:

Ab sofort können Sie HDTV in einer außergewöhnlichen Farbbrillanz und Tiefenschärfe erleben. Nötig sind lediglich ein HD-ready Fernsehgerät, Programme in HD und der HD Recorder von Unitymedia. Quelle

Des Weiteren wird mit einer modernen Benutzeroberfläche geworben sowie einer hochwertigen Fernbedienung.

Als DHL den HD Recorder lieferte, machte ich mich sofort an den Aufbau. Leider wurde mein Enthusiasmus schnell gestoppt: Mein Antennenkabel passte nicht in den HD Recorder. Im Elektroladen um die Ecke wurde mir dann ein Adapter empfohlen, der das “alte” Antennenkabel auf einen RF-Anschluss umpolt (siehe Bildergallerie). Der Kostenfaktor belief sich an dieser Stelle um die 2 Euro, also verschmerzbar.

Nachdem der HD Recorder angeschlossen und eingeschaltet war, erledigte das automatische Setup auch den Rest: Sender wurden automatisch gesucht und eingerichtet. Überraschend fiel auf, dass die Bildqualität wesentlich besser war als die meines bisherigen Receivers (Humax PR-HD200c). Die HD-Sender von Pro7 oder Sat.1 dagegen waren eine reine Katastrophe: Klötzchenbildung, Fragmentierungen sowie Tonverschiebungen. Die Sender ARD HD sowie ZDF HD und Arte HD dagegen liefen ohne Probleme. Ein Anruf bei der Technik von unitymedia brachte Aufklärung:  Unser Hausanschluss hat nicht genug Dezibel. Pro7 und Sat.1 sowie einige andere Sender brauchen eine höher Dezibelanzahl und können ab einer bestimmten Untergrenze nicht einwandfrei ausgestrahlt werden. Der HD Recorder ist daran allerdings unschuldig! ARD HD sowie die anderen empfangbaren HD-Sender sind gestochen scharf, Bild und Ton sind absolut synchron.

Erfahrungsbericht

Besonderen Spaß bereitet das zeitversetzte Fernsehen (Time Shift). Damit ist man in der Lage, das laufende Programm bis zu zwei Stunden zu unterbrechen, um es zu einem späteren Zeitpunkt weiterzugucken. Sehr praktisch, wenn man während einer spannenden Szene mal die Couch verlassen muss, um neue Getränke zu holen oder die Türe zu öffnen.

Die Aufnahmefunktion gestaltet sich wie versprochen kinderleicht. Ein laufendes Programm kann man mit einem Tastendruck erledigen. Handelt es sich um eine Serie und man drückt den Aufnahmeknopf zweimal, wird die Serienaufnahme gestartet. Dieses Feature sorgt dafür, dass alle kommenden Folgen der Lieblingsserie automatisch aufgenommen werden (Wiederholungen werden nicht berücksichtigt). Möchte man Sendungen oder Filme aufnehmen, die in ferner Zukunft liegen, reicht ein Blick in den elektronischen Programmguide (EPG): Gewünschten Sender und gewünschte Sendung auswählen, einmal per Aufnahmetaste bestätigen und schon ist alles eingestellt.

Durch den im HD Recorder eingebauten Twin Tuner ist man sogar in der Lage, ein Programm aufzunehmen und ein anderen währenddessen zu gucken. Nimmt man zwei Sendungen auf, kann man jedoch für den Verbleib der Aufnahmen nur eine der beiden Sendungen gucken.

Mit der internen 320 GB Festplatte hat man genügend Platz, um seine Aufnahmen zu speichern und zu archivieren. Ist die Festplatte voll, muss leider zur Löschfunktion gegriffen werden. Denn der HD Recorder von unitymedia verfügt über keine Exportfunktion für aufgenommene Sendungen. Archivierte Filme oder Serien können also nur lokal auf der internen Festplatte abgelegt werden.

Die Fernbedienung ist hochwertig und übersichtlich gestaltet. Leider ein wenig zu groß. Drückt man zum Beispiel den Aufnahmeknopf und möchte danach den Sender wechseln, muss man kurz umgreifen. Kein Argument gegen eine Anschaffung, sollte aber hier durchaus Erwähnung finden.

Technische Features

Technische Daten:

  • 3 x Tuner: 2 für (HD-) TV-Empfang, 1 für Daten
  • 1 x SmartCard Leser für Unitymedia SmartCards
  • Festplattenkapazität 320 GB
  • Speicher: 64 MB Flash, 512 MB RAM
  • Internes Kabelmodem
  • CAS: Nagravision
  • Leistungsaufnahme Betrieb: ca. 30 Watt
  • Leistungsaufnahme Standby: ca. 30 Watt
  • Leistungsaufnahme Deep-Standby: ca. 1 Watt
  • Abmessungen (B x T x H): 36 x 26 x 6,5 cm
Anschlüsse des HD Recorders:
  • 1 x Antenneneingang (RF in)
  • 1 x Antennenausgang (RF out)
  • 1 x HDMI (HDMI 1.3):
  • 1 x Komponenten-Anschluss (YPbPr)
  • 2 x SCART-Anschluss (TV out, VCR out)
  • 1 x Cinch-Anschluss (Audio)
  • 1 x optischer S/PDIF-Ausgang (Audio digital)
  • 1 x Ethernet-Anschluss (10/100 Mbit)*
  • 2 x USB 2.0 (für zukünftige Anwendungen vorgesehen, wird zu einem späteren Zeitpunkt freigeschaltet)
Lieferumfang:
  • HD Recorder
  • Universal-Fernbedienung
  • HDMI-Kabel
  • SCART-Kabel
  • Stromkabel
  • Bedienungsanleitung
  • 2 x AAA-Batterien

Fazit

Der HD Recorder bietet für 6 Euro im Monat einen tollen Mehrwert im heimischen Wohnzimmer. Wer häufiger Filme, Serien oder Dokumentationen aufnehmen möchte, kann bei dem Gerät beruhigt zugreifen. Will man hingegen ein Archiv aus Filmen oder Serien aufbauen, sollte man sich weiter umsehen. Denn die fehlende Exportfunktion ist wohl der größte Schwachpunkt des HD Recorders und dürfte den ein oder anderen Käufer abschrecken.

Weitere Informationen oder Hilfe zum HD Recorder von Unitymedia gibt es auf dem offiziellen Twitter-Account des Unternehmens. Der HD Recorder ist auch geeignet für den Empfang des 3D-Kanals. Dazu gibt es hier weiterführende Informationen.

Fragen zum Test beantworten wir jederzeit gerne in den Kommentaren.

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  • Frank S.

    30 Watt im Betrieb und auch im Standby ??? Das ist ein Witz !!!
    Mein 40 Zoll LED TV benötigt im betrieb nur 48 Watt !!!
    Warum dürfen solche Energieschleudern noch hergestellt oder gar verkauft werden ?
    Hatte schon 2 x UM… einmal ging TV überhaupt nicht.. Klötzchenbildung ohne Ende..
    Nach Umzug deutlich besser aber auch immer wieder Bildstörungen…
    Und in den Berichten lese ich ähnliches ! Wann endlich kann man ordentliches Digital TV bekommen ???

    • http://www.insidemovie.de Marco

      Hallo Frank,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Der eigentliche Witz an der Sache ist ja, dass der HD Recorder sowohl im Betrieb als auch im Standby 30 Watt verbraucht. Bedeutet, dass das Gerät eigentlich nie wirklich ausgeschaltet ist, was vermutlich auch daran liegt, dass es sich für anstehende Aufzeichnungen in einer Art “Wachmodus” befindet. Das hätte sich bestimmt auch anders lösen lassen.

      Die Bildstörungen sind wohl reine Glücks- bzw. Pechsache. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Wie hoch ist die Anzahl der am Anschluss hängenden Parteien? Wie hochwertig sind die Kabel, etc.

      Am Studienort habe ich das Pech, dass das Signal einfach nicht stark genug ist, um Pro7, Sat.1 und RTL in HD empfangen zu können. Schade.

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