Filmblog mit dem Schwerpunkt Filmkritk, Filminterpretationen, Filmanalysen, Charakterisierungen und anderen Themen rund um den Film.
I Saw The Devil (2010)
Kritiken | 14.01.2012 um 16:03 Uhr

In den letzten Jahren hat Korea wie kaum ein anderes Land das Motiv der Rache filmisch inszeniert. Dabei sind Perlen wie Oldboy und Lady Vengeance entstanden. I Saw The Devil von Regisseur Jee-woon Kim steht diesen beiden Meisterwerken in nichts nach und führt den Zuschauer, vielleicht noch mehr als Oldboy, an die eigene psychische Grenze.
Kim Soo-hyeon (Byung-hun Lee) verliert seine schwangere Geliebte an einem kalten Winterabend durch den brutalen Killer Kyung-chul (Min-sik Choi). Gestützt durch den Polizeichef und gleichzeitig Vater der Ermordeten, macht Kim Soo-hyeon sich auf die Suche nach dem Schlächter seiner Freundin. Dabei verliert er immer mehr sein eigenes Leben und seine Handlungen aus den Augen…mit fatalen Folgen.
I Saw The Devil ist im Setting einer nihilistischen Welt angesiedelt, wo Serienmörder und Menschenfresser sich die Klinke in die Hand geben und Eltern den Profit dem Wohlergehen des eigenen Nachwuchses vorziehen. Die Frage, wie ein Mensch zu einem mordenden Ungeheuer werden konnte, erübrigt sich in diesem Umfeld. Motive für die gewaltsamen Ausbrücke des Killers werden nur spärlich geliefert und der Zuschauer kann sich kaum einen Reim darauf machen, wieso Kyung-chul den rechten Pfad verlassen hat. (weiterlesen …)
Trailer: The Real American – Joe McCarthy
Trailer | 11.01.2012 um 2:06 Uhr

Der Ausdruck McCarthyismus steht heute gleichbedeutend mit Hexenjagd. Das Dokudrama von Lutz Hachmeister (“Das Goebbels-Experiment“) versucht den Mann vom Mythos zu trennen. McCarthy (John Sessions) war ein umstrittener US-Politiker, der durch seine These, der US-Regierungsapparat würde von Kommunisten unterwandert, bekannt wurde.
Der Trailer zu The Real American – Joe McCarthy entspricht dem, was man von Lutz Hachmeister gewohnt ist: Schlicht anmutende Bilder im Rahmen eines Doku-Dramas, welches dem Menschen McCarthy näher kommen möchte, abseits der Mythen.
Der Film startet in Deutschland am 12. Januar 2012. (weiterlesen …)
Herr der Fliegen (1963)
Interpretationen | 10.01.2012 um 13:47 Uhr

Der Verfasser der Romanvorlage, William Golding, wurde am 19. September 1911 in Cornwall geboren und starb ebenda am 19. Juni 1993. 1983 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Golding verwendete in seinen Romanen stets eine starke Symbolsprache. Gegenstand seiner Werke waren die Fragen nach der Grundlage der menschlichen Existenz sowie verschiedene Kategorien von Schuld, Sühne und Vergebung.
Goldings Werk Herr der Fliegen siedelt in den 1950er Jahren an. Das Bild vom „Zivilisationsbringer“ England bricht in sich zusammen. Inmitten dieser Zeit setzt das Setting von Herr der Fliegen ein. Eine Gruppe von minderjährigen Jungen strandet auf einer Insel und muss sich von nun an selbst organisieren und strukturieren. Golding nutzt dieses Setting, um diverse Themen miteinander zu verknüpfen und aufzuarbeiten: Kinder, das Motiv der Insel, Regeln der Zivilisation, Gruppenformierungen, Peer-Groups und Polarisierungen (in Form von Ralph und Jack) sowie Systemkritik. (weiterlesen …)
Test: Unitymedia HD Recorder
Allgemein | 31.12.2011 um 0:12 Uhr

unitymedia wirbt seit einigen Wochen für den hauseigenen HD Recorder. Für rund 6 Euro im Monat soll der Kunde mit einem hochklassigen HD-Erlebnis verwöhnt werden. Welche Features der HD Recorder bietet und ob er für den täglichen Gebrauch taugt, erfahrt ihr in unserem Test.
Auf der offiziellen Homepage wird mit den Worten geworben:
Ab sofort können Sie HDTV in einer außergewöhnlichen Farbbrillanz und Tiefenschärfe erleben. Nötig sind lediglich ein HD-ready Fernsehgerät, Programme in HD und der HD Recorder von Unitymedia. Quelle
Des Weiteren wird mit einer modernen Benutzeroberfläche geworben sowie einer hochwertigen Fernbedienung.
Als DHL den HD Recorder lieferte, machte ich mich sofort an den Aufbau. Leider wurde mein Enthusiasmus schnell gestoppt: Mein Antennenkabel passte nicht in den HD Recorder. Im Elektroladen um die Ecke wurde mir dann ein Adapter empfohlen, der das „alte“ Antennenkabel auf einen RF-Anschluss umpolt (siehe Bildergallerie). Der Kostenfaktor belief sich an dieser Stelle um die 2 Euro, also verschmerzbar. (weiterlesen …)
Shallow Ground (2004)
Kritiken | 13.07.2011 um 20:02 Uhr

Es gibt gute Filme und es gibt schlechte Filme. Und dann gibt es da noch eben diese Filme, mit denen man nichts so recht anzufangen weiß. Shallow Ground ist einer dieser Filme: Zu Beginn stark startend, verfällt die Story frühzeitig in ein Wirrwarr verschiedener Storyelemente, die separiert voneinander jeweils genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätten.
Die Grundstory versteht zunächst Spannung zu erzeugen: Ein mit Blut überstömter junger Mann (Rocky Marquette) erscheint in einer abgelegenen Station des Sheriffs (Timothy V. Murphy). Und das ein Jahr nach einem brutalen Mord, der bisher nicht aufgeklärt werden konnte. Schnell wird klar, dass der junge Mann aus den Wäldern nicht der einzige Mensch ist, dem unsagbares Leid widerfahren ist. Sheriff Sheppard muss nun herausfinden, inwieweit der Junge mit dem Mord von vor einem jahr in Verbindung steht. (weiterlesen …)








